Vorkongress-Symposium

Therapie des Differenzierten Schilddrüsenkarzinoms:
Aktuelle Leitlinien – aktuelle Kontroversen

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Sehr geehrte Damen und Herren,

Im Namen des gesamten wissenschaftlichen Komitees lade ich Sie herzlich zu unserem diesjährigen Präkongress Symposium im Rahmen der 57. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin ein!

Die Therapie des differenzierten Schilddrüsenkarzinoms mit 131I ist eine Erfolgsgeschichte! Mit hohen Heilungsraten und geringen Nebenwirkungen ist die Radioiodtherapie neben der Operation meist entscheidend für den Behandlungserfolg. Als Fachgesellschaft streben wir daher weiterhin die traditionell feste Verankerung der Radioiodtherapie in den evidenzbasierten Leitlinien an.  Die derzeitige Neufassung der S3 Leitlinie Schilddrüsenkarzinom erfolgt in einem interdisziplinären und auch zunehmend internationalen Umfeld, so dass die Sichtweise von Endokrinologie, Chirurgie und die Therapiealgorithmen im angelsächsischen Raum zunehmend in Betracht zu ziehen sind, jedoch auch kritisch betrachtet werden müssen.

Wir haben deshalb neben erfahrenen Nuklearmedizinern, Referenten aus den anderen Fächern, die an der Behandlung des differenzierten Schilddüsenkarzinoms beteiligt sind (Endokrinologie, Onkologie, Chirurgie, Pathologie) gewonnen, um dieses wichtige Thema interdisziplinär und gerne auch kontrovers zu diskutieren. Im „Dialog“ werden wir je zwei Vorträge mit unterschiedlichen Sichtweisen zu den wichtigsten Fragestellungen hören. Wir hoffen auf eine angeregte, für viele Nuklearmedizinische Kollegen in Praxis und Klinik hilfreiche Diskussion.

Markus Essler, Bonn 

Wissenschaftliche Leitung des Präkongress Symposiums

Markus Essler, Bonn
Andreas Bockisch, Essen
Matthias Schmidt, Köln
Klemens Scheidhauer, München
Markus Luster, Marburg

 

Mittwoch, 3. April 2019, MESSE BREMEN
Programm (vorläufig)

 

9.00 – 9.30  Einführung „Radioiodtherapie beim Schilddrüsenkarzinom: neue Leitlinien, neue Kontroversen
    Markus Essler, Bonn  
 
9.30 – 10.00   Nachsorge des differenzierten Schilddrüsenkarzinoms – ist weniger mehr oder wie viel ist genug?    
    Markus Luster, Marburg  
 
10.00 – 10.30  Leitlinien zur Radioiodtherapie beim Schilddrüsenkarzinom: Sichtweise des Nuklearmediziners
    Andreas Bockisch, Essen
 
10.30 – 10.50  Kaffeepause
 
10.50 – 11.20   Leitlinien zur Radioiodtherapie beim Schilddrüsenkarzinom: Sichtweise des Endokrinologen    
    Matthias Schott, Düsseldorf
 
11.20 – 11.50   Dosiskonzepte bei der Radioiodtherapie des differenzierten Schilddrüsenkarzinoms    
    Klemens Scheidhauer, München
 
11.50 – 12.20  Iod-negatives Schilddrüsenkarzinom: Was bedeutet das und was ist zu tun? Sicht des Endokrinologen
    Matthias Schmidt, Köln
 
12.20 – 13.00  Mittagspause
 
13.00 – 13.30  Zielgerichtete Therapie mit Tyrosinkionase Inhibitoren beim Schilddrüsenkarzinom: Sicht des Endokrinologen
    Rainer Wiewrodt, Münster
 
13.30 – 14.00  Zielgerichtete Therapie mit Tyrosinkionase Inhibitoren beim differenzierten Schilddrüsenkarzinom: Sicht des Nuklearmediziners
    Constantin Lapa, Würzburg
 
14.00 – 14.20  Kaffeepause
 
14.20 – 14.50   Papilläres Mikrokarzinom der Schilddrüse: Genetische, histologische und klinische Variabilität – Sicht des Pathologen    
    Irene Esposito, Düsseldorf
 
14.50 – 15.20   Papilläres Mikrokarzinom der Schilddrüse: Active Surveillanve vs. Hemithyroidektomie vs. komplette Thyroidektomie – Sicht des Chirurgen    
    Henning Dralle, Essen
 
15.20 – 15.50  Radiofrequenzablation von Schilddrüsenknoten: Erfahrungen des RFA-Zentrum Bonn
    Ralph A. Bundschuh, Bonn
 
15.50 – 16.00  Schlussbetrachtungen
    Markus Essler, Bonn