Grußwort

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lade ich Sie sehr herzlich zur 57. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin erneut in die Messe Bremen ein.

Erneut hat die Nuklearmedizin ein Jahr mit frischem „Rückenwind“ erlebt, nun heißt es Segel setzen, um noch weiter voranzukommen und bestehende Hindernisse zu überwinden; dies haben wir im Logo des Kongresses symbolisiert und Bremen bietet hierfür das geeignete Ambiente.

Segelwind kommt in der Nuklearmedizin aus der ständigen klinisch getriebenen und grundlagenorientierten Weiterentwicklung der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten des Einsatzes von radioaktiven Isotopen. Hier sind neben der biomedizinischen Grundlagenforschung, der translationalen und klinischen Forschung die außerordentlich engagierten Bereiche der Radiochemie und -pharmazie und der medizinischen Physik Innovationstreiber – akademisch und in der Industrie. Nur so war es beispielhaft möglich, eine akademisch initiierte Grundlagenforschung zum theranostischen Targeting des Prostatakarzinoms durch PSMA rasch in die translationale Forschung zu überführen, die bereits jetzt Einzug in den klinischen Alltag gefunden hat und nun industrie-geführte prospektive internationale Studien mit dem Ziel der Zulassung triggert. Hiervon profitieren unmittelbar unsere Patienten und klinischen Partner aber auch alle Bereiche der Nuklearmedizin – von der universitären Einrichtung über das Krankenhaus bis zur Niederlassung.

Diese hohe Dynamik der Nuklearmedizin prägt auch den vor uns liegenden Kongress, den wir in enger Zusammenarbeit mit dem Leiter des wissenschaftlichen Komitees, Professor Markus Essler, dem Vorstand und der Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin in Bezug auf Formate und Angebote weiterentwickelt haben. Hier danke ich herzlich für das große Engagement.

Starten wird unsere Jahrestagung wie gewohnt mit einem Prä-Kongress am Mittwoch, in diesem Jahr zu Entwicklungen in der Schilddrüsenmedizin, die unverändert zu den Kernkompetenzen der Nuklearmedizin zählt.

Der Donnerstag und Freitag sind dem wissenschaftlichen Austausch und der Fortbildung gewidmet. Hier erwarten Sie spannende Neuerungen, beispielsweise „Leuchtturm-Sessions“, die sich wie ein roter Faden durch den Kongress ziehen und richtungsweisende Entwicklungen in den Disziplinen der Nuklearmedizin in Form eines einführenden Übersichtsvortrags, ausgewählter Abstracts und Kurz-Vorträgen von diesjährigen Preisträgern präsentieren. Spezielle Formate werden dem wissenschaftlichen Nachwuchs Raum für eigenständige Programme bieten.

Sehr dankbar bin ich den Ausschüssen „Fort- und Weiterbildung“ für ein attraktives, auf drei Jahre angelegtes Fortbildungscurriculum, und „Medizinphysik“ und „Dosimetrie“ für ein erstmals angebotenes Curriculum „Quantifizierung“. Diese strukturierte Fortbildung vermittelt Basiswissen und aktuelle Entwicklungen und sichert dadurch die hohe Qualität nuklearmedizinischer Leistungen in der Krankenversorgung. Die Industrie wird in den Messehallen neueste Entwicklungen präsentieren und das wissenschaftliche und das Fortbildungsprogramm mit thematisch fokussierten Lunchsymposien bereichern.

Erneut freuen wir uns auf eine durch die AG-MTM, in diesem Jahr federführend durch Stefanie Biedenstein, hervorragend strukturierte MTRA-Veranstaltung, die durch eine hohe Praxisorientierung in den zurückliegenden Jahren zahlreiche MTRAs aber auch Ärzte anziehen konnte.

Den abschließenden Samstagvormittag wollen wir in diesem Jahr für ein erstmalig abgehaltenes Zukunftssymposium nutzen, bei dem Impulsvorträge renommierter Vertreter unseres Faches, unserer Nachbarfächer, der Industrie und der Kostenträger und eine interaktive Plenarbestuhlung „Zündfunken“ für die Nuklearmedizin der Zukunft setzen sollen. Hier brauchen wir Sie, die Nuklearmedizin in allen ihren Facetten von Universität, Krankenhaus bis Niederlassung und von Naturwissenschaft bis Medizin!

An dieser Stelle sei der vokativ GmbH und der nuklearmedizin interaktion GmbH für eine hoch professionelle Planung und finanzielle Abwicklung des Kongresses gedankt, dies gibt uns die Spielräume für Weiterentwicklung eines attraktiven Kongressprogramms.

Seien Sie also erneut herzlich eingeladen nach Bremen, ich freue mich auf einen fruchtbaren professionellen aber auch persönlichen Austausch!

Herzliche Grüße

Professor Dr. Michael Schäfers
Kongresspräsident